Lebensraum

[29.04.2013]

Nicht ganz Wasser und nicht ganz Land ...

Moore sind ganz außergewöhnliche Lebensräume - nicht ganz Wasser und nicht ganz Land. Sie entstehen dort, wo mehr Wasser vorhanden ist als verdunstet.
 
Wo ein Wasserüberschuss herrscht, können sich Pflanzenreste wegen des Sauerstoffmangels nicht vollständig zersetzen. Sie lagern sich in Schichten ab - Torf entsteht. Pro Jahr bildet sich etwa ein Millimeter Torf.
 
Durch die Anhäufung von Torf wächst das Moor ständig in die Höhe. Ist ein Niedermoor über den Grundwasserspiegel hinausgewachsen, nennt man es Hochmoor. Es wird dann nur noch vom Niederschlagswasser gespeist.
 
Die Kammlagen des Erzgebirges sind mit den hohen Niederschlagsmengen und geringen Jahresdurchschnittstemperaturen typische Verbreitungsgebiete von Hochmooren. Bei den Mooren unseres Projektgebietes handelt es sich in den meisten Fällen um Hangversumpfungsmoore. Diese sind im Laufe der Jahrtausende zu Hochmooren aufgewachsen, inzwischen aber stark geschädigt.