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[08.04.2013]

Wozu braucht man Moore?

Moore speichern große Mengen an Wasser. Ihre großflächigen Moospolster und mächtigen Torfschichten wirken wie riesige Schwämme. So vermindern sie Hochwasserspitzen und wirken gleichzeitig ausgleichend auf das örtliche Klima. In intakten Mooren sickert das Niederschlagswasser langsam durch die obersten Bodenschichten. Dabei wird es auf natürliche Weise gefiltert. Umweltemissionen und Feinstaub werden zurückgehalten.
 
Moore wirken auf das globale Klima. Sie speichern mehr Kohlenstoff als jedes andere Ökosystem der Welt. Der von Moorpflanzen aufgenommene Kohlenstoff wird in Form von Torf dauerhaft gebunden.
Bei einer Trockenlegung der Flächen reagiert der in den Pflanzenresten gebundene Kohlenstoff mit dem Luftsauerstoff. Die Folge ist eine Freisetzung riesiger Mengen CO². Dieses Gas trägt erheblich zur Erwärmung des Klimas bei. Zusätzlich wird auch Lachgas (N2O) abgegeben, welches für die Klimaänderung noch viel wirksamer ist. Gestörte Moore werden so zu Quellen von Treibhausgasen. Mit der Revitalisierung von Mooren wird gleichzeitig Klimaschutz betrieben.
 
Moore sind die Heimat von hochspezialisierten Tieren und Pflanzen, die sich den dortigen Gegebenheiten sehr gut angepasst haben. Viele der Arten sind jedoch vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben, da sie nach dem Verlust ihres Lebensraumes auf kein anderes Habitat ausweichen können. Deshalb stehen sowohl die Tiere und Pflanzen als auch ihr moortypischer Lebensraum unter besonderem Schutz.
 
Moore konservieren Zeugnisse der regionalen Kultur-, Klima- und Vegetationsgeschichte. In Mooren konservierte Lebewesen und Pflanzenreste geben Auskunft über vergangene Jahrtausende.